Die Entwicklung seit Anfang des Jahres zeige eindeutig, dass sich der Trend zur Rückkehr deutscher Unternehmen auf den iranischen Markt fortsetze. Insgesamt steigerten sich die Exporte aus Deutschland in den Iran in den ersten zwei Quartalen dieses Jahres auf rund 1,244 Milliarden Euro. Im Vorjahr desselben Zeitraums befand sich der Export noch unter der eine Milliarden-Marke bei 922 Millionen Euro. Der monetäre Wert der deutschen Lieferungen nach Iran stieg demnach um etwa 50%. Deutschland ist somit der Spitzenreiter der Europäischen Union (EU) beim Iran-Export. Insgesamt haben die 27 EU-Staaten in den ersten sechs Monaten des Jahres 2014 Waren und Dienstleistungen im Wert von etwa 2,99 Mrd. Euro nach Iran geliefert – ein Zuwachs von 10,5%. Die Höhe der deutschen Exporte blieb allerdings noch leicht hinter den Vergleichswerten des Jahres 2011 zurück. Damals lag der Exportwert im ersten Halbjahr bei etwa 1,5 Milliarden Euro. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Europäische Union (EU) noch nicht die scharfen Sanktionen gegen die Islamische Republik Iran beschlossen. Dass sich die gegenwärtigen Zahlen teils wieder über dem Level von 2012 bewegen und sichjenem des Jahres 2011 annähern, weist auch darauf hin, dass im Zuge der jüngsten Enstpannungen zwischen dem Westen und Teheran und der damit einhergehende Sanktionserleichterungen unkomplizierte Direktexporte - ohne Umgehungen über Drittstaaten - vermehrt möglich sind, was das Iran-Geschäft wieder für viele deutsche Unternehmer lukrativ gemacht hat.